Fritz-Walter-Stadion
Tribüne |
Sitzplätze |
Stehplätze |
VIP/Presse |
Gesamt |
Luftbild |
Nordtribüne |
7.000 |
0 |
1.400 |
8.400 |
|
Osttribüne |
12.800 |
1.200 |
280 |
14.280 |
|
Südtribüne |
10.600 |
0 |
0 |
10.600 |
|
Westtribüne |
2.000 |
14.500 |
0 |
16.500 |
|
Gesamt |
33.400 |
15.700 |
1.680 |
49.780 |
Die VIP-Plätze verteilen sich auf 11 Logen à 12 - 14 Plätze und 261 Plätze im "Lotto-Rheinland-Pfalz-Café "auf der Nordtribüne, sowie 896 Plätze in der "FCK Ebene 1900" und 100 Plätze in der "Clublounge 100 im Nord-West-Turm. Auf der Osttribüne wurden zur Saison 2010/11 ebenfalls Logen angelegt (die 280 sind geraten, weil man mit der Zahl auf die Zuschauerkapazität kommt). Dazu kommen 150 Medien-Plätze auf der Nordtribüne und 100 Rollstuhplätze vor der Südtribüne (wurden zu den Sitzplätzen dazugerechnet).
Geschichte
1907, sieben Jahre nach der Gründung des 1. Fußball Clubs Kaiserslautern, bemühen sich die Mitglieder um ein eigenes Sportgelände. Zu diesem Zweck wird ein Gelände unterhalb des Steinbruchs beim Waldschlösschen gepachtet. Die Vereinsmitglieder legen mit sehr viel Einsatz einen Platz an. Nachdem 1915 nach Ausbruch des 1. Weltkriegs das Pachtverhältnis ausläuft, verliert der 1. FCK dieses Gelände.
Erst 1919 wird auf dem Betzenberg mit dem Bau eines Sportparks begonnen. Wiederum sind es die Vereinsmitglieder, die einen Sandplatz anlegen. Es entstehen sogar Zuschauerränge und eine kleine Holztribüne sowie Umkleide- und Geräteräume an der Südseite des Platzes. Am 13. Mai 1920 wird der Sportplatz Betzenberg eröffnet. Das erste Spiel gegen den FC Pfalz Ludwigshafen (Eintrittspreise: Erhöhter Stehplatz 3 RM, Stehplatz 2 RM, Schüler 1 RM) geht zwar mit 0:2 verloren, doch durch die Initiative der Mitglieder ist es gelungen, eine eigene Sportanlage zu errichten. Das Gelände war sogar teilweise gekauft, und nur teilweise gepachtet. 1926 erhält der Betzenberg einen Rasenplatz. Doch ein Rückschlag folgt nur vier Jahre später. Ein Orkan fegt in der Nacht zwischen dem 22. und 23. November 1930 über die Stadt und zerstört dabei die Holztribüne an der Südseite. 1932 wird das Gelände umgestaltet und es entsteht der Sportpark Betzenberg. Dazu werden ein neuer Rasenplatz angelegt und Betonstufen für Stehränge gebaut. Durch diese Stehränge (Süd- und Ostseite) und eine Tribüne im Norden hat das Stadion nun eine Kapazität von 18.000 Plätzen. Am 25. September findet das Eröffnungsspiel gegen den FK Pirmasens statt, welches 11.000 Fans besuchen.1935 darf auf dem Betzenberg , nach der Verhängung einer dreimonatigen Platzsperre, kein Spiel ausgetragen werden. Ab 1942 finden ebenfalls keine Spiele mehr statt. Der Grund dafür ist diesmal der Zweite Weltkrieg.
Nach Kriegsende dient der Betzenberg als Abstellplatz für Militärfahrzeuge der französischen Besatzungstruppen. Zudem wird er nach dem General Goislard de Montsabert benannt und heißt Stade Montsabert. Erst im Winter 1945/46 wird der Sportpark wieder zurückgegeben und von den Mitgliedern wieder hergerichtet. Im Sommer 1953 wird der Stadionausbau in Angriff genommen. Nachdem der DFB festgestellt hatte, dass das Spielfeld nicht die geforderten Maße aufweist, werden nicht nur diese angepasst, sondern auch die Kapazität der Sitz- und Stehplätze erhöht. Die erhofften 40.000 Plätze werden aber bei weitem nicht erreicht. Nachdem der 1.FCK 1955 die Löwenburg, ein Haus am Fuß des Betzenbergs, gekauft hatte, wird dieses 1958 als Vereinsheim eingeweiht. Im Sommer 1963 wird erneut umgebaut. Die Südtribüne wird errichtet und die Westtribüne erweitert. Das Stadion fasst nun 34.000 Zuschauer. Am 31. August findet das erste Spiel im neuen Stadion statt. Der 1. FCK verliert dabei mit 2:3 gegen Schalke 04. Am 18. Dezember wird die neue Flutlichtanlage eingeweiht.
An der Nordseite entsteht 1972 eine neue Tribüne, die alte Holztribüne wird abgerissen. Nach dem Umbau hat das Stadion eine Kapazität von 38.000, bei 18.000 Sitzplätzen. Sechs Jahre später wird die Osttribüne neu errichtet. Am 2. Oktober 1985 wird das Stadion auf dem Betzenberg anlässlich des 65. Geburtstags von Fritz Walter in Fritz-Walter-Stadion umbenannt. Ein Jahr darauf baut der 1. FCK für etwa 9 Millionen DM eine neue Westtribüne und lässt eine Rasenheizung verlegen. Durch Zuschüsse von Stadt und Land wird der Bau finanziert. Im März 1992 beginnt der Bau der neuen Nordtribüne. Der Spielbetrieb geht dabei weiter, obwohl der Bau erst im Sommer 1994 beendet wird. Die alte Nordtribüne wird zum Teil überbaut und erst später abgerissen. Zeitweise müssen sich die Spieler in Containern umziehen. Am 29. Juli 1994 findet das Einweihungsspiel statt. Gegner sind die Glasgow Rangers. Die Kosten für die Nordtribüne bringen den 1. FCK finanziell in Schwierigkeiten. Die Baukosten betragen etwa 63 Millionen DM. Wegen der UEFA-Auflagen werden Teile der Osttribüne in Sitzplätze umgewandelt, auf der Westtribüne werden Klappsitze installiert. 1998 beginnt der Bau der neuen Südtribüne. Für 23 Millionen DM werden 9.500 Sitzplätze errichtet, die Stadionkapazität steigt damit auf 41.500 Plätze.
Damit KaiserslauternAustragungsort für einige Spiele der Weltmeisterschaft 2006 werden kann, plant der FCK 2002 die Erweiterung der Betzenberg-Arena um mehr als 9.000 Sitzplätze. Den ersten Spatenstich vollzieht der Präsident des Deutschen Fußball Bundes, Gerhard Mayer-Vorfelder, im Februar 2002. Doch der Neubau, Vetternwirtschaft und dubiose Steuertricks des Vereinsvorstands bringen den FCK Ende 2002 an den Rand der Insolvenz. Der neue Klubpräsident, der Schweizer René C. Jäggi , verkauft Herbst 2002 das Fritz-Walter-Stadion. Eine Objekt-Gesellschaft (Gesellschafter sind die Stadt Kaiserslautern und mehrere Banken) erwirbt das Stadion und schließt im Gegenzug einen über 25 Jahre laufenden Pacht- und Betreibervertrag ab, der den Rückerwerb des Stadions nach Ende der Laufzeit ermöglicht. Außerdem erklärte sich die Gesellschaft bereit, das Stadion für die Weltmeisterschaft 2006 auszubauen.
Quelle: http://www.der-betze-brennt.de

